Spechtsbrunner Stiftung

Spechtsbrunner Stiftung für die Dorfkirche in Spechtsbrunn

Die 1995 gegründete treuhänderische Spechtsbrunner Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt sich für die Sanierung, Restaurierung und Erhaltung des Kulturdenkmals Dorfkirche in Spechtsbrunn/Thüringen ein. Darüber hinaus können weitere anerkannte Kulturdenkmale gefördert werden, sofern die Erträge dies zulassen oder die Umstände es erfordern.

Der barocke Kirchenbau von Spechtsbrunn wurde 1746/47 anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet. Die verputzte rechteckige Saalkirche mit eingezogenem Chor trägt ein Mansarddach und über der Westfassade - nicht über dem Chor - einen Dachreiter mit Schweifhaube. Er erhebt sich aus einem quadratischen Sockel zu einem verschieferten Achteck und wird von einer polygonalen Schweifhaube bekrönt. Der durch hohe Rechteckfenster mit Werksteingewänden gegliederte Bau wurde fast vollständig verschiefert. Im Inneren der 18,5 Meter langen Kirche ist die reich geschnitzte Ausstattung mit Doppelempore, die Kanzel aus 1779, der Taufengel um 1750 und die Orgel unter einem hölzernen Spiegelgewölbe erhalten. Die Orgel wurde 1750 von Orgelbaumeister Wolfgang Heinrich Daun aus Neustadt erbaut, der Kanzelaltar mit seinen korinthischen Säulen durch Johann Michael Eichhorn aus Hasenthal bemalt. 1790 erfolgt die prachtvolle Ausmalung der Kirche, insbesondere der flachen Holzdecke, durch Georg Paul Amberg aus Gera. 1911 renovierte man den Bau unter Herrschaft des Herzogs von Sachsen-Meiningen durch den Architekten Curt Steinberg. Der Innenraum erhielt seine heutige Fassung mit üppigem neubarockem Rankenwerk. Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen stiftete 1911 eine neue Orgel der Firma Sauer aus Frankfurt /Oder.

Öffnungszeiten

Besichtigung ist auf Anfrage möglich.