Stiftung Leuchtturm Roter Sand

Stiftung Leuchtturm Roter Sand für die Rettung des Leuchtturmes in der Außenweser

Die 1987 gegründete treuhänderische Stiftung Leuchtturm Roter Sand unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt sich für den Erhalt und die Pflege des bekanntesten maritimen Wahrzeichen der deutschen Nordseeküste ein.
 

Nicht nur an der Nordseeküste ist der Turm den an der Schifffahrt interessierten Personen ein Begriff. In ganz Deutschland und teilweise auch darüber hinaus haben Freunde maritimer Andenken den Roten Sand als Fotomotiv oder in Modellnachbildungen als Sammelobjekt entdeckt. So ist der Rote Sand seit Juli 2004 auch auf einer Sondermarke der Deutschen Post verewigt.

Eine Sandbank mit rotem Muschelkalk in der Außenweser, auf der der Turm gebaut wurde, stand Pate für dessen Namen. Bis 1964 leitete er die Schifffahrt auf ihrem Weg und galt den Seeleuten nach großer Fahrt als Willkommensgruß sowie zahllosen Auswanderern als letzter Gruß der Heimat.

1885 wurde das Leuchtfeuer erstmals gezündet werden konnte. Roter Sand war das erste Offshorebauwerk der Welt - ein Symbol des technischen Fortschritts im deutschen Kaiserreich. Der Leuchtturm Roter Sand besitzt eine Gesamthöhe von 52,5 Metern, das Fundament unter Wasser mit eingeschlossen. Bei Niedrigwasser beträgt seine Höhe über dem Meeresspiegel 30,7 Meter. Die Feuerhöhe liegt bei 24 Metern über mittlerem Hochwasser. Viele Jahrzehnte lang funktionierte der Leuchtturm problemlos. Doch durch die Verlegung der Fahrrinne verlor er immer mehr an Bedeutung. 1953 stellte man bei Wartungsanalysen massive Durchrostungen an der Stahlhaut fest. Bei weiteren Untersuchungen stieß man auf schwere Schäden im Fundament. Die konnten in der Folge nur durch umfangreiche und kostenaufwändige Bauarbeiten behoben werden, denn die Standsicherheit des Turmes war bereits akut gefährdet. 1958/59 sollte dann festgestellt werden, ob der Turm für die Aufnahme eines modernen Radar-Decks in Frage käme. Stattdessen entdeckte man Löcher im Stahlmantel und Salzwasser im Beton. Der Turm war wegen unzureichender Stabilität für eine schwere Radaranlage also völlig ungeeignet. Aus diesem Grunde nahm 1964 der neue Leuchtturm Alte Weser seinen Betrieb auf, wodurch sein Nachbar Roter Sand überflüssig wurde.

Nach der Ausmusterung sollte das historische Leuchtfeuer sich selbst überlassen werden und blieb fortan zunehmend vom Einsturz bedroht.

Doch die Absicht der Behörden, Roter Sand dem Meer zu opfern, löste eine große Protestwelle aus. Der Förderverein „Leuchtturm Roter Sand e.V." und viele engagierte Bürger setzten sich für seinen Erhalt ein. Schließlich konnte der Leuchtturm 1987 aus Mitteln des Bundes, des Landes Niedersachsen und des Fördervereins gesichert werden. In einer spektakulären Rettungsaktion wurde eine Stahlmanschette über den 30 Meter hohen Turm gestülpt, auf den Meeresboden abgesenkt und mit Beton hinterfüllt, um dem Fundament neue Stabilität zu verleihen. Der Bund übertrug den Leuchtturm im gleichen Jahr der Stiftung Leuchtturm Roter Sand in der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sich seitdem um den dauerhaften Erhalt kümmert.

Adresse

in der Außenweser, nordöstlich der Insel Wangerooge