Stiftung „Seute Deern“

Stiftung „Seute Deern“ für den Erhalt eines der letzten Großsegler der Welt

Die 2004 gegründete treuhänderische Stiftung „Seute Deern“ unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt sich für den Erhalt und die Pflege des Großseglers "Seute Deern" in Bremerhaven ein.

Der Viermastschoner wurde 1919 in Gulfport/Mississippi gebaut und vor allem für die Holzfahrt eingesetzt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts trugen Hunderte solcher Segelschiffe Fracht und Auswanderer über die Ozeane.
1938/39 wurde der Segler in Hamburg zu einer Dreimastbark umgebaut, um zukünftig als frachtfahrendes Schulschiff verwendet zu werden. Als größtes der weltweit letzten Exemplare in Holzbauweise besitzt das Schiff einen erheblichen schifffahrtsgeschichtlichen Dokumentationswert und gilt als Flaggschiff des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven im Alten Hafen in Bremerhaven.

Die Bark mit einem Holzrumpf von 75 Metern Länge ist mit drei Stahlmasten ausgerüstet, von denen die beiden vorderen Rahsegel tragen, der Besanmast ist mit einem Gaffelsegel bestückt. Das Klippenbug, das Zwischendeck, das Deckshaus für die Kadetten während der Einsätze als Schulschiff 1938-44 sowie die Kapitänsräume im Achterschiff sind erhalten. Als einziges Schiff der Fracht- und Tankerflotte des Reeders Essberger hat die "Seute Deern" den Krieg überstanden. Sie wurde später zum Hotel- und Restaurantschiff umgebaut und diente von Beginn auch als Museumsschiff.

Die Bürger von Bremerhaven schlossen die betagte Dame immer in ihr Herz. Doch trotz aller Pflege nagte der Zahn der Zeit an ihr. Als Nutzschiff mit kurzer Lebensdauer konzipiert, fehlte dem alten Frachtsegler sein natürliches Element: die Wogen des Meeres, die über das Deck schlagen, das Ächzen unter der Last des Frachtguts. Mit der tragischen Folge, dass das Schiff nicht rundum feucht gehalten wurde, das Holz austrocknete, sich zusammenzog und das Schiff undicht wurde. Besonders das nun eindringende Regenwasser führte zu gravierenden Schäden. Außerdem wurde wegen des fehlenden Ballastes der Rumpf durch das Wasser mittschiffs nach oben gedrückt. Kurz: Die "Seute Deern" drohte auseinander zu brechen.