Warburger Denkmalstiftung

Warburger Denkmalstiftung für den Erhalt der Denkmale Warburgs

Als Ausdruck seiner Verbundenheit zum Heimatort und aus Verantwortung für seine Kulturdenkmale, rief ein ehemaliger Mitbürger 2011 die Warburger Denkmalstiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ins Leben. Die Stiftung möchte sich besonders den Denkmalen widmen, die bisher nur unzureichende Beachtung fanden. Es geht hierbei nicht nur um die Restaurierung gefährdeter historischer Substanz, sondern auch um die Vermittlung ihrer Inhalte im Sinne eines „Sehen Lernens“. Als Plattform und Forum für den Denkmalschutz in Warburg möchte die Stiftung möglichst viele Bürger erreichen, die sich gemeinsam für die Denkmale Warburgs engagieren.

Ein Förderprojekt der Warburger Denkmalstiftung sind die Kreuzwegstationen, welche den ehemaligen Passionsweg von der Neustädter Erasmuskapelle zur Altstädter Pfarrkirche St. Marien säumen. Im 19. Jahrhundert wurden die sieben Vorgängerstationen durch 14 Sandsteinädikulen ersetzt. Die Entwürfe hierfür lieferten der Kirchenbaumeister Vincent Statz und der Kasseler Kunstlehrer Georg G. Ungewitter, die Ausführung übernahm der Warburger Bildhauer Joseph Dahme. Die Stiftung hat die Aufnahme der Kreuzwegstationen in die Denkmalliste der Stadt Warburg initiiert.

Auch wenn eigentlich nicht direkt zum Kreuzweg gehörend, gab die Stiftung mit der Restaurierung des Bildstocks unterhalb des Burgbergs den Auftakt zur Gesamtinstandsetzung der Kreuzwegs. Hier zeigten sich Risse und Steinsprengungen durch Korrosion an den Verankerungen der Eisengitter, offene Fugen, Schalenbildung am Sandstein und Vandalismus-Schäden. Die Restaurierung wurde insbesondere durch zusätzliche Hilfe einiger Warburger Bürger möglich, die anlässlich ihrer Geburtstage um Spenden für das "Heiligenhäuschen" baten.

Aktuell beteiligt sich die Stiftung auch an den spannenden bodenarchäologischen Arbeiten an der Holsterburg vor den Toren der Stadt Warburg.