Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Retten Sie eine Berliner Ikone!

Mystisch leuchtet die Kirche in tiefem Blau. Der französische Glaskünstler Gabriel Loire hatte lange an ihren charakteristischen Buntglasscheiben und deren Farbwirkung getüftelt. Die Bauherren waren skeptisch. Mystik war etwas für die Katholiken, ihre protestantische Kirche sollte hell und klar werden. Am Ende war das Ergebnis nicht wie erwartet, aber es überzeugte umso mehr. Die in der Großstadtnacht von innen heraus leuchtende Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche wurde schnell weltberühmt. Doch jetzt ist diese Berliner Ikone in Gefahr! Von der Fassade des ab 1959 erbauten Glockenturms fallen immer wieder Betonstücke herab – ein Gerüst schützt Besucher davor getroffen zu werden. Durch den abplatzenden Beton werden auch die Glasscheiben geschädigt. Ihre Hilfe ist dringend nötig, um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zu retten!

Spenden Sie jetzt für die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche!


Alt und Neu – gelungen kombiniert

Eigentlich sollte in den 1950ern der Ruinenturm der 1895 eingeweihten Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche abgerissen werden, nachdem nach Bombentreffern im Zweiten Weltkrieg nur noch Reste standen. Der erfolgreiche Architekt Egon Eiermann hatte schon die Pläne für eine neue Kirche in der Schublade. Doch für die Berliner war der zerstörte Turm in der im aufkeimenden Wirtschaftswunder prosperierenden Stadt eine wichtige Erinnerung an die Vergangenheit. Sie protestierten gegen den Abriss – mit Erfolg. Eiermann änderte seine Pläne und gesellte der Kriegsruine vier entschieden moderne Baukörper bei: 1957-63 entstanden ein sechseckiger Glockenturm, eine achteckige Kirche, eine rechteckige Kapelle und ein ebenfalls rechteckiges Foyer. Heute ist es dieses Nebeneinander von Alt und Neu, das diese Kirche so besonders macht und zu einem Zeichen für den Frieden werden lässt.

Rost sprengt die Fassaden

Während der Ruinenturm als Solitär aus den auf einem Podium vereinten Bauten heraussticht, erscheinen die Eiermannbauten als Einheit. Was sie verbindet, sind ihre charakteristischen Fassaden aus vielen tausend, farbigen Scheiben aus dickem Glas, die in ein Netz von Betonwaben eingelassen sind. Nicht nur die Glaselemente sind mit künstlerischem Anspruch entstanden, auch die sie fassenden Betongitter hat Eiermann ganz bewusst gestaltet. Doch das ursprünglich zur Verstärkung in den Beton eingegossene Eisen verursacht nun Probleme. Weil es an vielen Stellen nur gering mit Beton bedeckt ist, ist es fast ungeschützt der Witterung ausgesetzt und verrostet. Die zarten Betonwaben werden dadurch regelrecht gesprengt. Und auch die Buntglasscheiben leiden. Die an vielen Stellen sichtbaren Abplatzungen bereiten große Sorge.

Helfen Sie mit!

Dass das beliebte Denkmal mit seiner bestechenden Architektur unbedingt erhalten werden muss, ist in der Fachwelt keine Frage. So setzt sich auch die Wüstenrot Stiftung für das Projekt ein, indem sie bereits die Bauforschung im Vorfeld förderte und die anstehenden Sanierungsarbeiten unterstützt. Doch die Kosten für die Instandsetzung des Glockenturms summieren sich auf rund drei Millionen Euro. Nur gemeinsam kann es gelingen, dieses bedeutende Stück Berliner (Architektur-)Geschichte zu retten! Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Kirchengemeinde und die Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche setzen auf Ihre Hilfe: Bitte unterstützen auch Sie mit Ihrer Spende den Erhalt der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche!

Neuromanischer Bau, 1891-95 von Franz H. Schwechten, 1943 z.T. zerstört, 1959-61 ergänzt um Neubauten von Egon Eiermann, Förderung 2009/10, 2013, 2016-2018

Adresse:
Breitscheidplatz
10789 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
Berlin