Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Wir setzen uns bundesweit und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale aller Arten ein. Dabei verfolgen wir einen umfassenden Ansatz, der von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, zahlreichen Jugendprojekten bis hin zum „Tag des offenen Denkmals®“ reicht.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen.

Mehr zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Aktuelles

Fluthilfecamp der Jugendbauhütten

600 helfende Hände für flutgeschädigte historische Bauten

Tatkräftiger Einsatz beim Fluthilfecamp 2024

Plötzlich war alles anders – bis heute sind die Folgen der Jahrhundertflut vom 14. auf den 15. Juli 2021 in der einzigartigen Kulturlandschaft der Ahr-Region deutlich sichtbar. Neben Nothilfeförderungen unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz vor allem durch ihre Jugendbauhütten auch aktiv vor Ort. Denn viele historische Bauten brauchen immer noch dringend helfende Hände: Im Fluthilfecamp 2024 der Jugendbauhütten zeigen über 300 ehrenamtlich tätige Freiwillige vollen Einsatz für den Erhalt der historischen Gebäude im Flutgebiet. Noch bis zum 23. Juni 2024 packen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an rund 20 ausgewählten Denkmal-Baustellen im Ahrtal und Swisttal mit an. 

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Flutkatastrophe - bitte helfen Sie mit!

Hochwasser in Süddeutschland

Viele Denkmale von den Fluten beschädigt

Wasser – und kein Ende. Seit Ende Mai 2024 lässt starker Dauerregen Flüsse im Süden Deutschlands über die Ufer treten. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg herrscht Ausnahmezustand: überschwemmte Straßen und Bahnstrecken, gebrochene Dämme und Keller voller Wasser, zahlreiche Bewohner mussten evakuiert werden. Viele Häuser, darunter auch wertvolle historische Gebäude, sind von den Fluten stark beschädigt worden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz steht betroffenen Denkmaleigentümern mit Rat, Tat und finanzieller Unterstützung zur Seite, damit die Menschen bald wieder in ihr Zuhause zurückkehren können und einzigartige Denkmale erhalten bleiben. Helfen Sie uns, zu helfen!

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Unsere aktuellen Förderprojekte

Diesen Denkmalen möchten wir 2024 helfen!

Unterstützen Sie in diesem Jahr spannende Geschichtsorte, beeindruckende Architektur und handwerkliche Meisterleistung!

Die Vielfalt der deutschen Denkmallandschaft zeigt sich eindrucksvoll bei den Denkmalen, die 2024 unsere Hilfe benötigen. Dazu gehören z. B. die Liebfrauenbasilika in Trier, die eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands ist, das Alt’sche Haus in Monzingen, das als schönstes Fachwerkhaus an der Nahe gilt, und das Fördergerüst des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum, das als Wahrzeichen die Geschichte des Ruhrgebiets verkörpert. 

Entdecken Sie, welche Geschichten und Geheimnisse sich hinter diesen und vielen weiteren Denkmalen verbergen und erfahren Sie, wie Sie beim Erhalt dieser Kulturschätze helfen können!

Zu den aktuellen Projekten

150 Jahre Karl Foerster

Staudenpapst und Gartenpionier

Karl Foerster hat der Gartenkunst ein Denkmal gesetzt

Am 9. März 2024 wäre Karl Foerster 150 Jahre alt geworden. Bis heute prägt er unsere Vorstellung von moderner Gartengestaltung wie kein Zweiter. In Potsdam-Bornim errichtete er 1910/11 ein Wohnhaus mit Hausgarten, der gleichzeitig als Lehr- und Schaugarten diente. Heute ist das denkmalgeschützte Anwesen ein Haus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Gemeinsam mit ihrer treuhänderischen Marianne Foerster-Stiftung trägt sie so dauerhaft Verantwortung für seinen Erhalt. Karl Foersters 150. Geburtstag feiern wir im Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen. Tauchen Sie in Vorträgen, Führungen und einer großen Ausstellung in Karl Foersters (Blumen-)Welt ein und bewahren Sie mit Ihrer Spende in die Marianne Foerster-Stiftung ein kostbares Stück Gartengeschichte!

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Unser Schwerpunktthema 2024

Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte

Den Augen wieder trauen

Was kann man heute überhaupt noch glauben? Deep Fakes, künstliche Intelligenz und fake news gehören längst zum modernen Leben. In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen wahr und falsch, authentisch und gestellt, künstlich und echt verschwimmen, dienen Denkmale als authentische Zeugen, die man befragen kann. Sie sind verlässliche Wissensspeicher und dokumentieren als fassbare Zeugnisse das „Wahre“.

Auf diese Weise widerlegen etwa der Aachener Dom, das Industriedenkmal Radom Raisting oder die ehemalige Treidelstation Uhlenkrug in Seehausen langjährige Verschwörungstheorien, entlarven Falschaussagen und räumen mit haltlosen Thesen auf. Unsere Wahr-Zeichen laden Sie ein, der Wahrheit auf den Grund zu gehen!

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Falschaussagen der Geschichte und Gegenwart,  die durch Denkmale widerlegt werden - entdecken Sie unsere neue Plakatserie!

Meilensteine der Technikgeschichte

Brandenburg setzt ein Zeichen

Zwei Windräder auf der Denkmalliste des Landes

38 Meter Nabenhöhe und 33 Meter Rotordurchmesser! Erstmals in Deutschland stehen zwei Windräder im brandenburgischen Zossen, Ortsteil Schünow, offiziell unter Denkmalschutz. Klingt verwunderlich: Windräder in einer Reihe mit Schlössern, Kirchen und Villen, zumal sie derzeit nicht funktionsfähig sind? Sie bestechen nicht, wie andere Denkmale, durch ihre Schönheit – sondern durch ihre Geschichte. Als die Enercon-33-Anlagen im wohl ältesten Windpark Brandenburgs errichtet wurden, war die Technologie in Deutschland noch neu. Somit stehen die Windräder als weithin sichtbare Zeugnisse für eine neue Ära der Technikgeschichte. Und so lassen sich die beiden jungen Denkmale in eine andere Reihe einordnen: Mühlen, Eisenbahnen, Wassertürme und nun eben auch Windräder.

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Deutscher Fundraisingpreis 2024

Fluthilfecamp der Jugendbauhütten erhält Deutschen Fundraisingpreis

Ausgezeichnete Hilfskampagne der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Die Jahrhundertflut 2021 hinterließ vor allem in Ahrtal ein Bild der Zerstörung – der Wiederaufbau ist noch lange nicht abgeschlossen. Das Fluthilfecamp der Jugendbauhütten Mitte Juni 2023 leistete konkrete Hilfe vor Ort. 300 Freiwillige setzten sich mit Elan und guter Laune für die flutgeschädigten Denkmale in der Region ein. Für dieses spendenfinanzierte Projekt wurden wir am 4.6.2024 mit dem 2. Platz des Deutschen Fundraisingpreis 2024 ausgezeichnet. Darüber freuen wir uns sehr und sind für diese Anerkennung durch den Deutschen Fundraising Verband außerordentlich dankbar!

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Denkmalschutz und regenerative Energien

Solaranlagen und Denkmalschutz

Fakten, die Sie wissen sollten

Die wichtigsten Fakten zum aktuell hoch kontrovers dargestellten Thema Solaranlagen auf Denkmalen und Rahmenbedingungen, die man dabei beachten sollte,  finden Sie hier:

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Windkraftanlagen und Denkmale

Unsere Haltung zur Vereinbarkeit

Um die Vereinbarkeit von Denkmalen mit den orts- oder landschaftsbildverändernden Windrädern gibt es kontroverse Diskussionen. Unsere Haltung zum Thema haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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Was wirklich helfen würde

Welche wirklich sinnvollen Maßnahmen im Bausektor für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz nötig sind, haben wir hier einmal für Sie zusammengestellt. Die Zahlen und Fakten zeigen, wie wichtig ein Umdenken in der Bauwirtschaft ist: Denn rund 90% der Rohstoffbedarfe, 55 % des Abfallaufkommens und 40% der schädlichen Emissionen in Deutschland sind auf diesen Wirtschaftssektor zurückzuführen.


Kreislaufwirtschaft

Von Beginn an sollte Trennbarkeit und Wiederverwendbarkeit bei allen Baumaterialien Zulassungs-Voraussetzung sein. Die bestehenden Gesetze müssen konsequent angewendet – aber auch bedarfsweise angepasst und optimiert werden. Die teils sich gegenseitig ausschließenden/aufhebenden gesetzlichen Bestimmungen müssen abgeschafft werden.

Gesamtenergiebilanzen betrachten

Anstatt in der Bewertung der Energiebilanz nur Einzelaspekte zu betrachten, die Gesamtenergiebilanz des gesamten Lebenszyklus` eines Gebäudes bewerten – von der Errichtung über den Nutzungszeitraum bis hin zum Abbruch und Entsorgen.  

Nachhaltige Baustoffe und Materialien verwenden

Verbundmaterialien, Verklebungen und chemisch belastete Materialen und Baustoffe vermeiden! Sie verhindern, dass Materialien wieder sortenrein getrennt und wiederverwendbar aufbereitet werden können. Stattdessen natürliche, nachwachsende und trennbare Baumaterialien einsetzen!

Neue Technologien zu Ende denken: Sondermüll und andere Folgen

Immer wieder wird der Fehler gemacht, schnell alles auf ein neues Material oder eine neue Technologie umzustellen – ohne zuvor die Spätfolgen bedacht zu haben. So sind ausgediente PV-Anlagen, Wärmedämmverbundsysteme oder auch Kühlmittel von Wärmepumpen in wenigen Jahren Sondermüll -  mit zum Teil giftigen Bestandteilen. Wohin damit?    

Große Hebel nutzen!

Rund 96% des Baubestandes in Deutschland stehen NICHT unter Denkmalschutz. Wirklich zielführend wäre es daher, schwerpunktmäßig Maßnahmen zur Nachhaltigkeit an diesem großen und weniger komplexen Bauvolumen durchzuführen.

Rohstoff-Raubbau stoppen

Solange Primärrohstoffe zum Teil ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt gewonnen und somit preiswerter gehandelt werden als wieder aufbereitete Baumterialien wird der achtsame und ressourcenschonende Umgang mit Baustoffen aller Art ein Luxus bleiben und sinnvolle Wiederverwendung einem kleinen Kreis von Idealisten oder finanzkräftigen Bauherren vorbehalten. Eine Pflicht zu Rückgewinnung, Aufbereitung und Einsatz recycelter Materialien wäre ein wichtiger Schritt, um dem entgegen zu wirken.

Bestand nutzen statt neu errichten

Reparaturen, Umbauten und Ertüchtigungen von Bestandsgebäuden anstelle von Neubauten sind ein großer Hebel zu mehr Klimaschutz – denn so werden Ressourcen, Baugrund und -materialen optimal genutzt. Aktuell sind auf den Bausektor in Deutschland rund 90% der Rohstoffbedarfe, 55% der Abfallmenge und 40% der Emissionen zurückzuführen. Ein Umdenken hin zu einer Umbaukultur ist daher ein entscheidender Schlüssel für die Erreichung der Klimaziele. Zudem schont das Bauen im Bestand den Verbrauch neuer Flächen. In Deutschland werden derzeit täglich insgesamt 550 000 qm neu versiegelt – das entspricht einer Fläche in der Größe von 78 Fußballfeldern.

Denkmalschutz ist gelebte Nachhaltigkeit!

Denkmale zu schützen heißt, auch die Umwelt zu schützen - denn hier werden nachhaltige Materialien ressourcenschonend eingesetzt. Die Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit historischer Gebäude und vieles mehr macht sie zu einem Schlüsselelement des Klima- und Naturschutzes.  


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Denkmal in Not

Flutgeschädigte Idylle – der Mühlenhof in Lommersum

Retten Sie das historische Fachwerkhaus!

Vogelgezwitscher, Wasserplätschern, viel Grün und viel Platz für Tiere – der Mühlenhof in Lommersum, einem Ortsteil von Weilerswist in Nordrhein-Westfalen, ist ein idyllischer Ort. Herzstück ist das urige Fachwerk-Haupthaus, das wahrscheinlich von 1750 stammt. Doch seine Lage am Mühlengraben, der sich aus der Erft speist, wurde dem Hof 2021 zum Verhängnis, als der Fluss über die Ufer trat und an dem historischen Fachwerkhaus massive Schäden anrichtete. Bis heute ist es unbewohnbar – die Substanz ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Dringend muss das Fachwerk-Tragwerk instandgesetzt werden – sonst geht diese Idylle mitsamt ihrer vielfältigen Geschichte für immer verloren. Bitte spenden Sie, damit das Gebäude wieder bewohnbar wird und die Anlage noch viele Jahre bestehen kann!

Mehr dazu

Ja, ich unterstütze den Mühlenhof!

Mehr aktuelle Themen

Talent Monument: Denkmalstars von morgen

Bühne frei für junge Denkmal-Talente

Die neuesten Termine und Meldungen

Termine

04. Juli 2024, Treffpunkt: 14:00 Uhr an der Toreinfahrt

Berlin, Vortrag mit Führung: ExRotaprint – Ein Baudenkmal für alle

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale zu erhalten gelebte Nachhaltigkeit bedeutet.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale wichtige Quellen für die Erforschung und das Verständnis vergangener Zeiten sind.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale Traditionen, Werte, Kunstformen und Architekturstile bewahren.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale auch Tourismus, Wirtschaft und Handwerk stärken können.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale Heimat und Identität sind.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale uns unsere Vergangenheit begreifen lehren.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil gerade mal 3-4 % der Bausubstanz in Deutschland unter Denkmalschutz stehen – ein kleiner, aber umso kostbarerer Schatz!

Auch das ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz: