Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wird seit  1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks verliehen.  Der Preis soll einerseits private Denkmaleigentümer motivieren, handwerkliche Qualität und Leistung einzufordern, andererseits das Handwerk auf das lohnende Arbeitsfeld Denkmalpflege aufmerksam machen.
Der Preis wird jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt und ist jeweils mit 15.000 Euro dotiert. 2017 wird er in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Berlin verliehen.

Für 2018 sind die Bundesländer Bremen und Rheinland-Pfalz vorgesehen. Bewerben können sich private Bauherren, die in den vergangenen acht Jahren denkmalgeschützte Objekte von Handwerksbetrieben restaurieren ließen.  Vorschläge für den Preis können von Bauherren, Handwerkern, Architekten und Denkmalpflegern eingereicht werden.


Nordrhein-Westfalen

In  seinen  beiden  Landesteilen  verfügt  Nordrhein-Westfalen  über  einen  großen  Denkmalbestand  mit Beispielen  herausragender  Qualität  aus  allen  Architekturepochen.  Der  Druck  der  wirtschaftlichen Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert und die immensen Kriegszerstörungen, denen diese auch an Bodenschätzen reiche Region zu allen Zeiten besonders ausgesetzt war, haben den Bestand an historischer Originalsubstanz leider vielerorts stark reduziert. Um so wichtiger ist die Erhaltung und Pflege der noch vorhandenen Denkmale. Die Jury beeindruckte die Leistungsfähigkeit und Qualität der Ausführungen durch die Handwerksbetriebe in allen Gewerken, welche sie mit einer Vielzahl von Preisen für unterschiedlichste Denkmale würdigt.


Zu den Preisträgern 2017 in Nordrhein-Westfalen

Wohn- und Bürohaus Deilmann, Münster

Berlin

Trotz  aller  Kriegszerstörungen  und  Neubauphasen hat Berlin einen überaus reichen Denkmalbestand, der mit Beispielen herausragender Qualität alle Architekturepochen dokumentiert. Nur wenige Städte in Deutschland haben einen vergleichbaren Bestand an denkmalwerten Industriebauten, Wohnsiedlungen und Nachkriegsarchitektur, deren Anspruch über die Bauten der IBA bis in die Gegenwart fortgeführt werden. Die  eingereichten Beiträge spiegeln eindrucksvoll die gesamte Bandbreite der Berliner Denkmale wider: von den prächtigen Stadtvillen über Industriebauten und Wohnbauten der klassischen Moderne bis hin zu der Architektur der 1960er Jahre legen die Arbeiten Zeugnis ab von der ungebrochenen Tradition Berliner Baukultur.


Die Preisverleihung in Berlin findet am 28.11.2017 statt

Ansprechpartnerin

Dr. Ursula Schirmer

Pressesprecherin, Leitung Bewusstseinsbildung

0228 9091-402