Villa Salzburg

Die Villa Salzburg in Dresden ist eine freistehende, großbürgerliche Villa. Sie wurde 1874 im Stil der Neorenaissance erbaut. In Teilbereichen wurde sie 1909 umgebaut und erweitert. Das Gebäude wird der Semper-Nicolai-Schule zugerechnet, eine Ausprägung der Neorenaissance in Sachsen benannt nach dem Architekten Gottfried Semper und seinem Nachfolger Hermann Nicolai. Die Villa Salzburg wurde als erstes Haus eines neu erschlossenen Villengebiets, dem sogenannten Englischen Viertel, erbaut. Das Gebiet entstand nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Benannt ist die Villa nach dem Textilgroßhändler Adolph Salzburg, in dessen Auftrag sie von Hermann Nicolai entworfen wurde. Der Auftraggeber lebte hier mit seinem Schwager und ihren beiden Familien. Nach dem Tod des Auftragsgebers zog im Jahre 1909 eine jüdische Familie ein, welche die Villa umbauen ließ. 1940 wurde die Besitzer von den Nationalsozialisten enteignet. Nach der Enteignung war das Deutsche Rote Kreuz in der Villa ansässig. Als eine der wenigen Villen im Umkreis hat sie den Angriff vom 13. Februar 1945 überstanden. Auch die Innenausstattung hat sich in großen Teilen erhalten. Somit ist sie eines der wenigen erhaltenen Gebäude, die noch einen Eindruck des einstigen Englischen Viertels vermitteln können. Seit 1953 nutzt die Technische Universität die Villa Salzburg. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Förderung von Arbeiten zur Instandsetzung der Villa. Hierbei handelte es sich um Arbeiten an der Außenhülle.

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Putzbau mit Sandsteingliederungen, 1875, Veränderung 1. Hälfte 20. Jh., Förderung 2000

Adresse:
Tiergartenstr.
01219 Dresden
Sachsen