Völklinger Hütte
Völklingen, Saarland

Völklinger Hütte

Einzigartiges Technikdenkmal

Die 1883 von der Familie Röchling übernommene Völklinger Hütte, im Flußbogen der Saar gelegen, ist die bedeutendste historische Hütte des Saarlandes und technikgeschichtlich in Europa einzigartig. Die "Völklinger Eisenwerk Gebr. Röchling" entwickelte sich innerhalb eines Jahrzehnts zu einem der größten Roheisen- und Stahlerzeuger in Deutschland. Die Anlage stellt technische Innovationen der Maschinenbau- und Ingenieursbaukunst des frühen 20. Jahrhunderts dar, die weltweit Vorbild wurden. Sie besteht aus einer Hochofengruppe, der eigenen Kokerei (1936-44), der Sinteranlage (ab 1928), der Trockengasreinigung (ab 1911) und den sechs Gasgebläsemaschinen (1905 und 1908-14) der Gebläsehalle (1900-1938), die technische Innovationen der Maschinenbau- und Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts darstellen.

1986 wurde die Völklinger Hütte stillgelegt. 1995 wurde sie in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Mit ihren sechs Hochöfen, den jedem Ofen zugeordneten drei Winderhitzern und den Gichtgasleitungen beherrscht die Anlage die Silhouette der Stadt.
Die Walzenzugmaschine zählt zusammen mit den Groß- und Gasgebläsemaschinen der Baujahre 1905-1914 zu dem technikgeschichtlich herausragenden Maschineninventar der Völklinger Hütte. 1912 erbaut, ist sie nicht nur die größte jemals gebaute Dampfmaschine in Europa, sondern auch die letzte erhaltene und noch arbeitende (1991) Gleichstrom-Einzylinder-Dampfmaschine der Bauart Stumpf.
Von 1992-2003 stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erhebliche Mittel für Instandsetzung zur Verfügung.

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Hüttenwerk mit sechs Hochöfen, 1833-93, bis Mitte 20. Jh. erweitert, Förderung 1992-98, 2001

Adresse:
66333 Völklingen
Saarland