Frauenfriedenskirche
Frankfurt, Hessen
Foto: Frank Behnsen, Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Frauenfriedenskirche

Ein Bauwerk der sakralen Moderne „für den geistigen Friedensbau“

In Hedwig Dransfeld, Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes, reifte 1916, mitten im 1. Weltkrieg, der Wunsch, mit einer neuen Kirche die vielen Brüder, Ehemänner und Söhne zu ehren, die zum Schutz der Bevölkerung im Krieg gefallen waren. Gleichermaßen sollte sie als Dank dafür errichtet werden, dass das Land von größeren Verwüstungen verschont geblieben war. Auch sollte sie „wie ein steinernes Friedensgebet“ nicht nur „Frieden erflehen“, sondern die Frauen auffordern, „am geistigen Friedensbau für sich selbst und ihre Kinder mitzuwirken“. Von 1927-1929 wurde das kirchliche Mahnmal von dem Architekten Hans Herkommer geschaffen und der Mater Dolorosa gewidmet. Heute ist das Kunstwerk der sakralen Moderne in die Jahre gekommen, Baumängel der Erbauungszeit und notdürftige Instandsetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg machen eine umfassende Sanierung notwendig.

Bitte helfen Sie der Frauenfriedenskirche in Frankfurt!


Von, für und mit Frauen

Über dem Portal der Frauenfriedenskirche grüßt die zwölf Meter hohe Mosaikstatue der Friedenskönigin des Bildhauers Emil Sutor. Rechts und links von ihr werden symbolisch Krieg und Frieden dargestellt. Auf dem Mosaik-Altarbild im Inneren der Kirche wird der Gekreuzigte von 18 heiligen und seligen Frauen flankiert: Zeuginnen der Auferstehung, Mystikerinnen, Ehefrauen, Mütter und Witwen. Die Pietà in der Krypta unter dem dreischiffigen Kirchenraum, die die Künstlerin Ruth Schaumann schuf, nimmt einen neuen Blickwinkel ein, indem ihre Augen nicht auf den toten Jesus, sondern nach vorne gerichtet sind.

Gedenkstätte und Mahnmal für die Gefallenen

Herkommer schuf mit der bis ins Detail geplanten Frauenfriedenskirche eine eine architektonische Einheit, zu der auch der 18 mal 30 Meter große Ehrenhof gehört. Auf den ihn begrenzenden Säulen und Seitenwänden wurden jeweils gegen eine Spende die Namen von vielen Gefallenen und Vermissten eingemeißelt. Sie sind nicht nur wesentlicher Bestandteil des Mahnmals, sondern halfen auch bei seiner Finanzierung. Zuvor hatte die Inflation von 1923 den hohen Betrag, den der Katholische Deutsche Frauenbund hatte einwerben können, komplett zunichte gemacht. Das bedeutende Denkmal der Zwischenkriegszeit hat heute mit vielen Problemen zu kämpfen: Durch die mangelhafte Gründung des Baus zeigen sich Absenkungen, Risse im Boden und in den Wänden. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg stellte man den Innenraum nur vereinfacht wieder her und nahm ihm damit viel seiner Wirkung. Über die Jahre haben sich Malschichten und Mosaikteile gelöst und müssen wiederhergestellt werden, doch hat der Appell der Kirche indes nichts von seiner Aktualität eingebüßt: Helfen Sie mir ihrer Spende, das Mahnmal für den Frieden zu erhalten!

Dreischiffiger Bau, errichtet zwischen 1927 und 1929 nach Plänen von Hans Herkomme, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung. Förderung 2019

Adresse:
Zeppelinallee
60487 Frankfurt
Hessen