20.10.2017 – Thüringen

Chorraum der Gedächtniskirche in Altenburg wiederhergestellt

Chor der Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche in Altenburg, vor der Restaurierung © Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche in Altenburg © Deutsche Stiftung Denkmalschut/Gehrmann

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Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche in Altenburg © Deutsche Stiftung Denkmalschut/Gehrmann

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Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche in Altenburg © Deutsche Stiftung Denkmalschut/Gehrmann

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Feierlicher Abschluss der Restaurierungsarbeiten

Am Sonntag, den 22. Oktober 2017 feiert die Kirchengemeinde der Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche in Altenburg bei einem Gottesdienst um 10.00 Uhr den Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Chor. Im Anschluss wird es aus diesem besonderen Anlass einen Sektempfang geben. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hatte sich in diesem Jahr mit 10.000 Euro an den Wiederherstellungsmaßnahmen beteiligt. Möglich wurde die Förderung dank der Heinz und Hildegard Gruhle-Stiftung in der DSD.

Ehemals war der gesamte Kirchenraum üppig farbig gefasst. Die polychrome Farbfassung wurde in späteren Jahren mit Leimfarbe weiß überstrichen, was zu einem erheblich veränderten Raumeindruck führte. In Teilbereichen begann sich die Malschicht und der Putz zu lösen und Putzrisse traten auf.

Dank der Fördermittel konnte nun die originale Farbgebung, die sich weitgehend unter der Übermalung erhalten hat im Bereich des Chores freigelegt werden. Sie wurde konserviert und die vorhandenen Risse saniert, so dass jetzt der Chorraum wieder in seiner ursprünglichen Farb- und Ornamentgestaltung erstrahlt.

Die von Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg in Gedenken an seine verstorbene Gattin, der Herzogin Agnes von Sachsen-Altenburg, gestiftete Saalkirche mit Polygonchor wurde in einem Mischstil aus Neoromanik und Jugendstil ausgeführt. Sie entstand von 1904 bis 1906 nach Plänen des Geheimen Baurats und Baudirektors der Sachsen-Altenburger Staatsregierung, Alfred Hermann Wanckel. Dem fürstlichen Bauherrn geschuldet, beherbergt die Kirche überdies eine mit einem separaten Eingang versehene Fürsten-gruft, in der auch das Fürstenpaar seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Im Altarraum befindet sich der hölzernen Kanzel gegenüber die Fürstenloge mit einem Holzbaldachin.

Außen wird der aus Weiberner Tuff- und Cottaer Sandstein bestehende Bau von einem quadratischen 56 Meter hohe Glockenturm dominiert, den eine verschieferte oktogonale Schweifhaube mit Laterne bekrönt. Hohe Rundbogenfenster und Lisenen rhythmisieren die Fassade des Langhauses.

Die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche in Altenburg gehört damit zu den über 460 Projekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, Erträgen von Treuhandstiftungen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen hat fördern können.