16.12.2019 – Thüringen

Die St. Kilianskirche in Ottenhausen wird gefördert

St. Kilianskirche in Ottenhausen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

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Zweigeschossige Empore mit Malereien in der St. Kilianskirche in Ottenhausen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

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Flügelaltar in der St. Kilianskirche in Ottenhausen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

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Schnitzarbeiten am Flügelaltar in der St. Kilianskirche in Ottenhausen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

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Patronatsloge wird restauriert

Für die Restaurierung der Patronatsloge der St. Kilianskirche in Ottenhausen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr 20.000 Euro zur Verfügung. Aus diesem Anlass überbringt bei einem Presse- und Fototermin vor Ort Lars Ludwig, Ortskurator Erfurt der DSD, am Mittwoch, den 18. Dezember 2019 um 16.00 Uhr einen symbolischen Fördervertrag an Pfarrer Dr. Markus Hille. St. Kilian gehört zu den über 490 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

Ottenhausen an der Sächsischen Helbe im Thüringer Becken ist seit 1993 ein Ortsteil von Weißensee nach Greußen zu, etwas nordwestlich von Sömmerda. Die dortige St. Kilianskirche war ursprünglich die Klosterkirche eines Benediktinerinnenordens. Die große Saalkirche mit östlichem romanischem Turmpaar und eingezogenem, polygonalem Langchor wurde 1717 barock umgebaut.

Die Türme und ein Teil des Schiffs stammen vermutlich noch von der Klosterkirche des 12. Jahrhunderts. Im Inneren hat sich der romanische Chorbogen erhalten. Die Ausstattung stammt größten Teils aus der Barockzeit und dem 19. Jahrhundert.

Das Kirchenschiff prägt an drei Seiten eine zweigeschossige Empore mit qualitätvoller Malerei, die Szenen aus Genesis und Neuem Testament abbilden. Bedeutend ist das Schnitzretabel des Flügelaltars aus dem Jahr 1517. Es zeigt in der Mitte die Krönung Mariens, an den Seiten betrachten Heilige und Apostel das Geschehen. Die Kanzel stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Mehrere Epitaphien der Patronatsherren haben sich erhalten.

Im Norden des Kirchenschiffs befindet sich ein Stand und eine Patronatsloge. Deren Restaurierung folgt auf die Sanierung der Stuckdecke, die den Anfang der Restaurierungsarbeiten im gesamten Kirchenraum gemacht hat und an der sich ebenfalls die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt hat.