26.05.2020 – Brandenburg

Dringend nötige Reparaturen am Gutshaus in Simmersdorf

Gutshaus in Groß Schacksdorf-Simmersdorf © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mittring

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Treppenaufgang im Gutshaus in Groß Schacksdorf-Simmersdorf © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mittring

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Innenraum des Gutshauses in Groß Schacksdorf-Simmersdorf © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mittring

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Leicht verbautes Beispiel sächsischer Barockarchitektur auf dem Lande

Die nun anstehenden Maßnahmen an Dachkonstruktion, Dachdeckung und Deckenkonstruktion des Gutshauses in Groß Schacksdorf-Simmersdorf sind dringend notwendig. Die komplizierte, nachträglich zum Belvedere veränderte Dachkonstruktion bedarf einer recht anspruchsvollen zimmermannsmäßigen Ausführung. 10.000 Euro stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die statische Ertüchtigung und Reparatur des Bestandsdachstuhls sowie die Ergänzung von Dachrinnen und Fallrohren und die Flachdachsanierung des Belvederes zur Verfügung.

Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um wichtige Arbeitsplätze erhalten zu helfen. An der Instandsetzung eines Teils von Dachstuhl, Deckenbalken und Fachwerkwänden sowie der Sicherung von Stuckdecken des Gutshauses beteiligte sich die DSD schon einmal im Jahr 2002 mit 20.000 Euro. Seither folgten weitere behutsame Sanierungsschritte im Inneren. Das Simmersdorfer Gutshaus gehört zu den über 670 Objekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Brandenburg gefördert hat.

Der Solitärbau wurde über einem rechteckigen Grundriss errichtet und wird von einem hohen Walmdach abgeschlossen. Die Eingangsfassade im Osten wird von acht Fensterachsen gegliedert, die seitlichen Fassaden von jeweils fünf Achsen. Die dreiarmige Treppe, über die das Gebäude zugänglich ist, ist der Fassade in einem rechteckigen Baukörper vorgelagert, der ebenfalls von einem Walmdach abgeschlossen wird. Eine Freitreppe führt zum Hauptportal.

Der noch einheitliche Bestand aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts umfasst weitere ältere Fragmente, die vermutlich von einer ehemaligen Wasserburg stammen. So haben sich im Sockel- und auch im Erdgeschoss barocke Gewölbe erhalten. Dort und auch im Obergeschoss gibt es wertvolle Stuckdecken. Im Treppenhaus finden sich Reste von Illusionsarchitekturmalerei. Dem ehemaligen Gutshaus kommt eine besondere Bedeutung zu als ein leicht verbautes Beispiel Sächsischer Barockarchitektur auf dem Lande.