06.08.2016 – Bremen

DSD fördert erneut den Pfarrgarten Arsten in Bremen

Blick in den Pfarrgarten Arsten in Bremen © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Blick in den Pfarrgarten Arsten in Bremen © M.L. Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Blick in den Pfarrgarten Arsten in Bremen © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Pfarrgarten Arsten in Bremen © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Laubengang mit eigenem Reiz

Nicht zuletzt dank der Lotterie GlücksSpirale überbringt am Dienstag, den 9. August 2016 um 10.00 Uhr Marion Schoene, Ortskuratorin Bremen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Sarah Kettler von Lotto Bremen zum zweiten Mal einen Fördervertrag für den Laubengang im Pfarrgarten Arsten an Detlef Kniemeyer von der evangelischen Kirchengemeinde Arsten-Habenhausen. Damit stehen 15.000 Euro für die Restaurierungsarbeiten am mittleren Abschnitt des älteren sowie am nördlichen und westlichen Abschnitt des jüngeren Laubengangs zur Verfügung.

Mit der Eindeichung der Weser begann Anfang des 13. Jahrhunderts die Kultivierung des Vielands, des Sumpflands auf dem linken Weserufer. Arsten ist das alte Kirchdorf im Obervieland. Der alte Dorfkern mit der St. Johanniskirche hat sich erhalten. Teile der Kirche gehen auf das 13. Jahrhundert zurück.

Zum Kirchbereich gehört ein Laubengang mit Lindenbäumen. Das älteste Teilstück, das ursprünglich wohl wesentlich länger war, lässt sich auf das 18. Jahrhundert zurückführen. Es begrenzt heute das Areal nach Osten hin. Die übrigen Bereiche wurden in den 1950er Jahren im Rahmen einer Neugestaltung des Gartens gepflanzt.

Sowohl das Alter des östlichen Laubengangs als auch die Seltenheit dieses gartengestalterischen Elements begründen die besondere Förderungswürdigkeit des Arstener Laubengangs.

Der etwas versteckt liegende Garten wirkt zunächst eher unscheinbar. Doch trotz des Wildwuchss erschließt sich gleich mit Betreten der Laubengänge ihr Reiz und die ursprüngliche Faszination des über 200 Meter langen Weges.

Die Einzelbäume sind ungeordnet gewachsen. Wild wachsende Stämme aus dem Laubengang und Lücken in ihm, Faulstellen und Hohlräume in den Bäumen mit zum Teil geringer Vitalität sowie zugewachsene Wegeflächen beeinträchtigen den Eindruck der Anlage. So soll neben der Wiederherstellung des eigentlichen Laubengangs auch die ursprüngliche Wegebeziehung durch eine Brücke und eine Toranlage zum Friedhof wieder hergestellt werden.

Der Pfarrgarten Arsten gehört zu den 17 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bremen fördern konnte.