09.12.2020 – Mecklenburg-Vorpommern

Gewölbe der Dorfkirche in Neuburg werden saniert

Dorfkirche in Neuburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Dorfkirche in Neuburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Innenraum der Dorfkirche in Neuburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Gewölbe in der Dorfkirche in Neuburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Statische Gefährdung durch Auseinandertreiben

Dank einer zweckgebundenen Spende stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 12.000 Euro für die Sanierung der Gewölbe in der Dorfkirche in Neuburg zur Verfügung. Die monumentale Backsteinkirche gehört zu den über 550 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen konnte.

Die Kirche in Neuburg ist eine der ältesten Dorfkirchen Mecklenburgs. Das Gotteshaus entstand in der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik im 13. Jahrhundert. Der Westturm wurde 1361 vollendet. Das Bauwerk beeindruckt durch seine harmonische Form. Figürliche Ausstattung sowie Wand- und Gewölbemalereien im Inneren verleihen ihm darüber hinaus besonderen Reiz und Wert.

Da die Kirchenarkaden vermauert wurden, befinden sich nun deren Stützpfeiler zur Hälfte im Außenbereich. Die Malereireste aus dem 13. Jahrhundert in den Bogenlaibungen stellen nicht nur einen besonderen Wert dar, sondern sind dringend schutzbedürftig. Die Säulenschäfte bestehen aus scharrierten Backsteinen. Zur erwähnenswerten Ausstattung gehören der Schnitzaltar aus dem Jahr 1703 und die Kanzel, die ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt. Eine Triumphkreuzgruppe lässt sich dem 15. Jahrhundert zuordnen.

Der Dachstuhl der Kirche zählt zu den ältesten Mecklenburgs und muss dringend instandgesetzt werden. Die Mönch-Nonne-Dachdeckung ist für den filigranen Dachstuhl zu schwer. Dadurch wurden bereits die Mauern in Mitleidenschaft gezogen und die Gewölbe sind durch ein wahrscheinliches Auseinandertreiben in ihrer Statik gefährdet. Die anstehenden Arbeiten sind daher dringlich.