14.09.2022 – Baden-Württemberg

Grundton D-Konzert aus dem Konzerthaus in Ravensburg

Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig spielt das Konzertprogramm „Kosmopolit Mendelssohn“

Kurzfassung: Am 24. September 2022 um 20.00 Uhr erwartet die Musikfreunde der Benefizkonzertreihe Grundton D ein besonderer Hörgenuss im Konzerthaus Ravensburg – das Konzertprogramm „Kosmopolit Mendelssohn“ des Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Seit über 30 Jahren begeistern die Benefizkonzerte von Grundton D, die der Deutschlandfunk (DLF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltet, gerade durch die Verbindung von Musik und Architektur zunächst die Besucher dieser Musikveranstaltungen vor Ort, danach die Hörer vor den Rundfunkgeräten weltweit. Das Benefizkonzert aus Ravensburg strahlt der DLF am Sonntag, den 5. Februar 2023 ab 21.05 Uhr im Rahmen der Sendung Konzertdokument der Woche mit einem Bericht über den Aufführungsort aus.

Mendelssohn Kammerorchester Leipzig * Foto: Mathias Gruner

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Langfassung: Ein ganz besonderes Konzert erwartet die Musikfreunde aus Deutschland am Samstag, den 24. September 2022 um 20.00 Uhr im Konzerthaus in Ravensburg. Mendelssohn Kammerorchester Leipzig präsentiert sein Konzertprogramm „Kosmopolit Mendelssohn“ im Rahmen der Benefizkonzertreihe Grundton D des Deutschlandfunks (DLF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Violoncello und Leitung liegen bei Peter Bruns, es erklingen die Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Serenade d-Moll (mit Solocello) op. 69 von Robert Volkmann, die Novellette für Streicher Nr. 1 op. 53 von Niels Wilhelm Gade, die Sinfonia d-Moll von Gaetano Donizetti, ›Deux Ames au Ciel‹ für Violoncello und Streicher von Jacques Offenbach in der Bearbeitung von Peter Bruns sowie die Streichersinfonie Nr. 8 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Konzert, dessen Erlös auch hier dem Bauwerke zugutekommt, in dem es stattfindet, strahlt der Deutschlandfunk auch am Sonntag, den 5. Februar 2023 ab 21.05 Uhr im Rahmen der Sendung Konzertdokument der Woche mit einem Bericht über den Aufführungsort aus.

Für die in Bonn ansässige private DSD sind die DLF-Konzerte eine ausgezeichnete Möglichkeit, bekannte und unbekannte Kleinode in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken – gewissermaßen als öffentliche Unterstützung und unschätzbare Hilfe für die Denkmalpfleger vor Ort bei ihrem täglichen Bemühen um Verständnis, Unterstützung und Fördermittel. Von der Berichterstattung über die Geschichte und die Bedeutung der Baukunstwerke profitiert der Denkmalschutz im ganzen Land. Denn „D“ steht ebenso für bedürftige Denkmale wie für deutschlandweit. Auf diese Weise tragen die Musikveranstaltungen bei den Zuhörern vor Ort und vor den Empfangsgeräten zur Bewahrung des kulturellen Erbes bei. Bisher haben rund 300 zum Teil ungewöhnliche Konzertorte Musik begeisterte Besucher angelockt.

Das Ravensburger Konzerthaus wurde 1896/1897 nach Entwürfen der Wiener Theaterarchitekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner in neobarocker Formensprache errichtet. Die Initiative zum Bau des repräsentativen Gebäudes, in dessen Zentrum der prächtige Aufführungssaal mit 574 Sitzplätzen steht, ging von der Bürgerschaft aus. Die rund 300 zum Denkmalbestand des Hauses zählenden historischen Theaterkulissen wurden zwischen 1902 und 1910 von dem seinerzeit in ganz Deutschland bekannten Theatermaler und Künstler Wilhelm Plappert angefertigt, als das Stuttgarter Hoftheater in Ravensburg gastierte. Die Kulissen sind von hoher Qualität. 135 auf Leinwand gemalte und auf Holzstangen aufgerollte großformatige Prospekte in einer Breite von etwa 10 Metern und einer Höhe von 5 Metern, ferner 199 Stellkulissen in verschiedenen Formaten und Techniken dekorieren als Bühnenbilder etwa 25 Werke. Die Kulissen wiesen Knicke, Falten, Risse und Ausfransungen auf, manche ihrer Trägernetze waren gebrochen. Die restauratorische Konservierung und Sicherung der eingelagerten Theaterkulissen begann 2011. Die meisten Objekte wurden bereits fotografisch dokumentiert, gereinigt und lokal behandelt, Schäden und Wasserränder bei den großen Bildern bearbeitet. Retuschen wurden nur ausgeführt, wo es der Informationsgehalt des Bildes erforderte, Teile wurden exemplarisch restauriert.

Weitere Infos unter www.denkmalschutz.de/grundton_d.html
Vorverkauf ab 1. September: In der Tourist Information oder unter www.reservix.de