24.01.2018 – Bayern

Hilfe für den Einödhof in Böbrach

Einödhof Etzendorf 16 in Böbrach © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schab

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Ungewöhnliche Stallräume im Kellergeschoss

Für die Dach- und Blockbauinstandsetzung des ehemaligen Waldlerhauses Etzendorf 16 in Böbrach stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale 30.000 Euro zur Verfügung. Der dazugehörige Fördervertrag erreicht Denkmaleigentümerin Martha Lang in diesen Tagen. Der wegen seiner Lage und seines überraschend frühen Erbauungsdatums wertvolle und seltene kleine Einödhof ist eines von über 390 Projekten, die die Bonner Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Das ehemalige Waldlerhaus ist ein kleiner Einödhof am Rande einer Waldlichtung in der Nähe von Böbrach. Das in Blockbauweise um 1650 erbaute Einfirst-Wohnstallhaus wurde um 1840 aufgestockt. Die Giebelseiten sind nach Nord-Süd ausgerichtet. Ungewöhnlich sind die Stallräume im Unter- bzw. Kellergeschoss, sie reichen fast über die gesamte Grundfläche, die durch die Hanglage im Süden ebenerdig zugänglich ist.

Im südlichen Erdgeschoss befindet sich der Wohnbereich mit Stube, Küche, Kammer und Fletz. Im nördlichen Bereich hat man im 18. Jahrhundert einen schmalen Stadelbereich angebaut, an der Südostecke wurde ein eingeschossiger, unterkellerter Anbau vorgesetzt. Das Obergeschoss, das zugleich Dachgeschoss ist, wurde nicht ausgebaut und erstreckt sich über die gesamte Hauslänge. Es wurde wie der nördliche Stadelanbau als Ständer-Riegel-Konstruktion gebaut, die außen mit einer überdeckten Holzverschalung verkleidet ist.