27.12.2019 – Saarland

Maschinenhaus der Grube Göttelborn in Quierschied wird restauriert

Das Maschinenhaus in Quierschied © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

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Im Innern des Maschinenhauses in Quierschied © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

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Im Innern des Maschinenhauses in Quierschied © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

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Im Innern des Maschinenhauses in Quierschied © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

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Abdichtungsarbeiten am Dach und Erneuerung der Verglasung

Für Abdichtungsarbeiten am Dach und die Erneuerung der Verglasung am Maschinenhaus II der Grube Göttelborn in Quierscheid stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale 50.000 Euro zur Verfügung. Der dazugehörige Fördervertrag erreicht Stefan und Carmen Maria Spaniol in diesen Tagen. Das aus den 1950er Jahren stammende Denkmal ist eines der über 50 Denkmale, die die private DSD durch Spenden ihrer rund 200.000 Förderer und dank der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein im Saarland gefördert hat.

Das Bergwerk Göttelborn wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und mehrfach ausgebaut. Umfassend modernisiert wurde die Anlage zwischen 1938 und 1941. Mit der Inbetriebnahme des 1959 fertiggestellten Fördermaschinenhauses, in dem sich die elektrische Fördermaschine befindet, waren die Erweiterungen der Grube Göttelborn abgeschlossen und die Grube erstmals voll betriebsfähig.

Das Maschinenhaus bedient sich der Formensprache der 1920er Jahre. Es handelt sich um einen mit Ziegeln ausgefachten Stahlskelettbau. Die Fenster sind flächenbündig eingesetzt, sodass eine dünn gespannte Architekturhaut das Äußere vom Inneren trennt.

Der derzeit ungenutzte Bau wird als Hülle für eine Haus-im-Haus-Konstruktion dienen. Eine reversible Struktur aus gestapelten Seecontainern soll den Luftraum im Innern des Maschinenhauses nutzen und als Wohnstätte und Ergotherapiepraxis dienen. Im massiven, vorhandenen Kellergeschoss soll ein Sportstudio entstehen, das der Sohn des Bauherrn betreiben will.

Das Gebäude und die gleichfalls unter Denkmalschutz stehende Fördermaschine sowie die Bedienwarte und der Laufkran an der Hallendecke bleiben erhalten und bieten von den einzelnen Ebenen unterschiedliche Ansichten. Die größte geplante Veränderung ist eine Öffnung im oberen Bereich der Halle, um einen Ausblick in die Landschaft zu ermöglichen.