Johann-Emkes-Stiftung

Johann-Emkes-Stiftung für Evangelische Kirchen der Landkreise Oldenburg und Wesermarsch

Die 2008 gegründete treuhänderische Johann-Emkes-Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt sich für Restaurierung, Erhalt und Pflege der Evangelischen Kirchen der Landkreise Oldenburg und Wesermarsch, insbesondere der St. Elisabeth-Kapelle in Hude ein. Außerdem fördert sie die als Denkmale anerkannte Familiengrabstelle Johann Emkes auf dem Friedhof St. Elisabeth in Hude.

Die heutige Elisabethkirche in Hude entstand als Torkapelle des 1232 gegründeten Zisterzienserklosters Hude. Erbaut wurde die Kirche im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts und wurde nach Abbruch des Klosters 1536 zur Pfarrkirche umgewandelt. Es handelt sich um einen einschiffigen, flach geschlossenen Backsteinsaal mit drei Jochen. Überfangen werden die Joche durch Kreuzrippengewölbe. Die Mitte des 20. Jahrhunderts frei gelegte mittelalterliche Ausmalung wurde zuletzt 1992 restauriert. Darüber hinaus sind bedeutende Reste der vorreformatorischen Ausstattung erhalten. Dazu zählt neben dem in Nordwestdeutschland einzigartigen frühgotischen Altarretabel aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auch ein lebensgroßer Kruzifix aus Anfang des 16. Jahrhunderts. In der Brust Christi ist eine Öffnung für ein Reliquiengefäß eingearbeitet, welches in dieser Form im Oldenburger Land vermutlich einmalig ist.

Die 1967 von einem Restaurator aufgebrachte Fassung des lebensgroßen Kruzifixes zeigte starke Verschmutzungen und zunehmende Schäden. Teile der Schnitzerei waren durch Fäulnis und Wurmfraß geschädigt. Die gründliche Restaurierung wurde durch die Johann-Emkes-Stiftung großzügig unterstützt.

In dankbarer Erinnerung an meinen Großvater Johann Emkes haben meine Frau und ich die Johann-Emkes-Stiftung errichtet. Wir möchten damit auch ein Zeichen setzen für unsere Verbundenheit mit der kulturellen Vielfalt der Region, aus der wir beide kommen.
Marianne und Dr. Harro Lührmann