Dorfkirche
Lübow, Mecklenburg-Vorpommern

Dorfkirche

Mit dem Bau der Dorfkirche von Lübow wurde um 1200 begonnen. Ursprünglich als dreischiffige Backsteinbasilika geplant, wurde das Gebäude Mitte des 13. Jahrhunderts als einschiffiger Bau fortgeführt. Der quadratische Westturm stammt aus einer anschließenden gotischen Bauperiode, vermutlich noch aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Strebepfeiler an Apsis und Chor sind eine spätgotische Zufügung, desgleichen entstammen die Fenstervergrößerungen dieser Zeit. Chor und Schiff sind mit reichem Friesschmuck versehen. Das Kircheninnere ist im Schiff flach gedeckt, der Chor weist ein kuppeliges Kreuzrippengewölbe, die Apsis ein dreiteiliges, wahrscheinlich spätgotisches Rippengewölbe auf. Von der mittelalterlichen Ausstattung sind insbesondere die spätgotische Triumphkreuzgruppe, der Sakristeischrank sowie zwei Grabsteine von 1370 und 1405 erhalten. Im Chor sind Teile der mittelalterlichen Wandmalerei freigelegt worden, Probeschnitte lassen eine fast geschlossene Bemalung vermuten. Das mittelalterliche Gewölbe der Alten Sakristei stürzte in den 70er Jahren ein, hier soll zukünftig eine Winterkirche eingerichtet werden. Der Innenraum wird von der barocken Ausstattung und Ausmalung des 18. Jahrhunderts bestimmt. Der Altar wurde 1701 von dem Bildhauer David Haders und dem Maler Friedrich Wille angefertigt. Seit 1997 wurden für die Dorfkirche Lübow Mittel aus der 1995 in der treuhänderischen Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gegründeten "Horst und Grunhild Zillmer-Stiftung" zur Verfügung gestellt. Seit Frühjahr 1997 konnten dadurch Mauerwerkssanierungen im Sockelbereich, Trockenlegungen der Hauptschiffswände und die Entwässerung der Seitenanbauten erfolgen. Bis Juli 2001 konnten auch die Maßnahmen an den Sockeln, an der Sakristei, am Fußboden und am Turm abgeschlossen werden.

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Backsteinbau mit eingezogenem Chor, um 1210-27, der mächtige Westturm 1250/60, Umbauten 14./15. Jh., Förderung 1997/98

Adresse:
23972 Lübow
Mecklenburg-Vorpommern