Landhaus Am Rupenhorn 25/Heerstrasse 161 Charlottenburg
Berlin

Landhaus Am Rupenhorn/Heerstraße

Bedeutender Bau der Neuen Sachlichkeit

Das Landhaus Am Rupenhorn zählt zu den herausragenden Bauwerken der Neuen Sachlichkeit in Berlin. Um dieses Denkmal dauerhaft für die Zukunft zu bewahren, hat es die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im Jahr 2024 in ihr Eigentum übernommen und trägt seither Verantwortung für seinen Erhalt.

Das Einfamilienhaus wurde 1929/30 nach Entwürfen der Architekten Hans und Wassili Luckhardt sowie Alfons Anker errichtet. Charakteristisch sind die klare Formensprache des kubischen Baukörpers und die sorgfältige Proportionierung von Flächen und Öffnungen, die dem Gebäude eine ausgewogene Dynamik verleihen. Als eines der ersten Häuser in Stahlskelettbauweise steht es für den radikalen Übergang zu einer funktionalen, lichtdurchfluteten Architektur. Es ist ein wichtiges Zeugnis für den Reformgedanken in der Architektur, das moderne Wohnkonzepte mit der Natur verbindet. Das Haus und der nach Plänen von Berthold Körting erschaffene Garten bilden eine denkmalgeschützte Einheit.

Das Landhaus Am Rupenhorn wurde 1934 umgebaut und in zwei Vierzimmerwohnungen unterteilt. Nach dem Krieg verfiel das Gebäude, zahlreiche Veränderungen nahmen ihm viel von seinem ursprünglichen Charakter. Das Architektenpaar Christa Kliemke und Robert Wischer erkannte jedoch seinen besonderen Wert und setzte sich für seine Rettung ein. Mit großer Sorgfalt führten sie die Villa in ihre ursprüngliche Gestalt zurück und öffneten sie für verschiedene Kulturveranstaltungen. Obwohl keine Originalmöbel mehr vorhanden waren, bemühten sie sich zudem, den Wohncharakter der 1920er Jahre – vom kleinen Dienstbotenzimmer bis zur lichtdurchfluteten Wohnhalle – mit zeittypischem Mobiliar wieder erfahrbar zu machen.

Heute befindet sich das Haus mitsamt seinem ebenfalls denkmalgeschützten Garten im Eigentum der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Inzwischen sind erneut Schäden an der sensiblen Denkmalsubstanz entstanden, die es nun zu beseitigen gilt. Die Stiftung hat sich vorgenommen, dabei die Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbilds des Denkmalensembles vorbildlich zu vollenden.

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