Dorfkirche
Bochum, Nordrhein-Westfalen
Aussenansicht, Gesamtlansicht, Winter, Evangelische Stiepeler Dorfkirche, errichtet im Jahr 1008, gotische Hallenkirche, Basilika, Turmansicht, Hauptschiff, Bruchstein, Friedhof, Kirchhof, alte Grabsteine, ältester Grabstein um 1600, Bäume

Dorfkirche

Die evangelische Dorfkirche in Stiepel gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Stadt Bochum. 1952 und 1963 legte man ihre farbigen Ausmalungen wieder frei. Sie standen Pate für den Fachbegriff des "westfälischen Dekorationssystems". Kaiser Otto III. hatte 1001 den Haupthof in Stiepel dem Billunger Luitger geschenkt, dessen Geschlecht zu den angesehensten sächsischen Adelshäusern zählte. Luitgers Ehefrau Imma stiftete sieben Jahre später den ersten Kirchenbau. Erhalten sind heute Turm, Mittel- und Querschiff eines "Neubaus" aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, einer kleinen romanischen, gewölbten Basilika über kreuzförmigem Grundriss. Sie wurde, vermutlich als Marienwallfahrtsort, immer weiter ausgebaut und erhielt im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts die Gestalt der heutigen Hallenkirche. Im Innern blieben Wand- und Gewölbemalereien erhalten, deren älteste wohl zwischen 1150 und 1170 entstanden ist. Mitte des 13. Jahrhunderts kamen weitere Aus- und Übermalungen hinzu, im 16. Jahrhundert die Darstellungen eines Christus im Hause des Simon und als Weltenrichter sowie eine Illustration des Paradieses und eine Geburt Christi. 1610 wurde die Kirche evangelisch und Ende des 17. Jahrhunderts die Malerei übertüncht. Zwei Jahre nach der Turmsicherung und der Fassaden- und Mauerwerksinstandsetzung (1999/2000) wurden die mittelalterlichen Fresken ebenfalls mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert. Eine neue Heizungsanlage sollte zu ihrer Sicherung beitragen. Zunächst jedoch verursachte sie große Aufregung, als die Wände auf das veränderte Raumklima mit Salzausblühungen reagierten. Daher sorgt seit 2003 eine Computersteuerung dafür, dass sich das nicht wiederholt.

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Zweijochige Halle mit eingezogenem Chor und Nebenapsiden, 2. Hälfte 12., Umbauten 13. und 15. Jh., Förderung 1999, 2000, 2002

Adresse:
Brockhauser Str.
44797 Bochum
Nordrhein-Westfalen