Friederich Werthmann (1927 in Barmen – 2018 in Kaiserswerth)

Ein stadtbildprägender Avantgardist

Friederich Werthmann gehört zu den wichtigen abstrakten Bildhauern der deutschen Kunst nach 1945. Sein an die 800 Werke umfassendes plastisches Oeuvre ist in vielen musealen und privaten Sammlungen vertreten und besonders sichtbar in den zahlreichen großen Arbeiten in öffentlichen Orten vieler deutscher und europäischer Städte. Sein plastisches Werk entwickelte sich in der Zeit des Informel, er war Mitglied der Gruppe 53, der Avantgarde der Kunst des rheinischen Westens, die über die Region hinaus wegweisend wurde und die deutsche Kunstszene der Moderne nachhaltig prägte. Ab 1957 fertigt Werthmann seine Skulpturen ausschließlich aus Stahl. Ein Querschnitt seines bildhauerischen Schaffens wird in dem Skulpturenpark in Düsseldorf-Kaiserswerth bewahrt. Darüber hinaus schuf er von Beginn der 1959er Jahre bis 2016 hinein ein umfassend zeichnerisches Werk.

Mehr über den Künstler erfahren Sie unter www.friederich-werthmann.de

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Maren Heyne (1941 in München – 2025 in Düsseldorf)

Aufmerksame Dokumentatorin jüdischer Kultur

Nach ihrem Architekturstudium in München, wandte sich Maren Heyne schon früh der Fotografie zu. Freischaffend sowie in Folge von Aufträgen schuf sie eindrucksvolle Serien im Bereich Landschaft, Architektur und Kunst und machte sich einen Namen als aufmerksame Dokumentatorin von Zeugnissen der jüdischen Kultur. In ausdrucksstarken Künstlerporträts hielt sie auch die Kunstszene der ausgehenden 1960er Jahre fest. Auf Vermittlung der Galeristin Annely Judy traf sie zahlreiche englische Künstler, darunter Lynn Chadwick und Henry Moore. Bei ihren Besuchen entstanden bemerkenswerte s/w-Aufnahmen, welche die Künstler in ihrem Atelier und individuellen Lebensumfeld zeigen. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet das Thema Fenster. In ihren Fensterobjekten verbindet sie diese sowohl als reale wie auch fotografierte Objekte; die Fotografie ist somit nicht mehr nur Zitat, sondern Inhalt dieses Objektes.

Mehr über die Künstlerin erfahren Sie unter www.maren-heyne.de